Energiehaus ausgezeichnet!

Bernhard Junge aus Reichshof erhielt RWE-Innovationspreis

Zeichen setzen - Wärme pumpen!Mit dem Innovationspreis „Wärmepumpe“ der RWE-Vertrieb AG ist gestern Nachmittag Bernhard Junge für sein Energiehaus Oberberg in Reichshof-Berghausen ausgezeichnet worden.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel, RWE-Vertriebsvorstand Achim Südmeier und Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der Energieagentur NRW, überreichten dem 54-jährigen Reichshofer im Rahmen einer Festveranstaltung in der Zeche Zollverein den insgesamt mit 15.000 Euro dotierten Sonderpreis, den sich Junge allerdings mit der Architektin Silke Oldenhage aus Niedersachsen teilen muss.

In fünf Kategorien wurden insgesamt 16 Preise im Gesamtwert von 100 000 Euro vergeben, Bernhard Junge konnte sich dabei gegen mehr als 100 Mitbewerber durchsetzen.
Innovationspreis „Wärmepumpe“
Seit über 20 Jahren beschäftigt sich der Tüftler mit alternativen Energien. Er hat gleich mehrere Meistertitel, war zunächst Elektroinstallateur, dann Heizungs- und Lüftungsbaumeister und ist seit einigen Jahren überwiegend als Gebäudeenergieberater unterwegs, wurde dafür vom Westdeutschen Handwerkskammertag unter anderem als „Bester der Weiterbildung in NRW“ ausgezeichnet. Junge ist ein gefragter Referent bei der Energieagentur, in Fachhochschulen, bei der Handwerkskammer oder dem RWE.
Innovationspreis „Wärmepumpe“
Referenzobjekt für alternative Energien.
Mit seinem Energiehaus Oberberg am Lehmelsweiher in Berghausen hat Junge ein Referenzobjekt für alternative Energien geschaffen, das gleich von sieben Energiequellen mit Strom und Wärme versorgt wird. Mit seiner Frau wohnt er im Dachgeschoss, das ganze übrige, 470 Quadrameter große Hauses ist ein Musterhaus für intelligentes Energieerzeugen und -sparen. Um sich diesen Traum zu verwirklichen, haben die Junges ihr „Null-Energiehaus“ im österreichischen Vorarlberg verkauft und in anderthalbjähriger Arbeit das Wohnhaus in Berghausen umgebaut. Solarenergie, Erdwärme, Holz – kein Energieträger fehlt, der nicht optimal ausgelastet wäre. „Selbst bei einer Vorlauftemperatur von 28 Grad und 15 Grad Minus Außentemperatur wird die Wohnung gemütlich warm“, berichtet der Energieexperte. Herzstück der gesamten Anlage ist ein Multifunktionsspeicher mit 1210 Litern. Das Schmuckstück des gesamten Hauses ist allerdings ein eher schmuckloses Display von der Größe eines Notebook-Bildschirms. Hier laufen über ein so genanntes EIB-Bussystem sämtliche Informationen zusammen – ob die Leistung der Fotovoltaikanlagen, die Temperaturen der Erdsonden in 50 Metern Tiefe, die vielfältigen Temperaturen innerhalb des Heizkreislaufs und vieles andere mehr. Hunderte Messfühler registrieren Daten, die sich ganz unmittelbar mit einem einfachen Fingertipp auf dem Touchscreen anschaulich ablesen lassen. „Das Schöne ist“, so Bernhard Junge, „dass ich auch von überallher, wo Internet ist, diese Daten ganz aktuell abrufen und die Funktionsweise des Ganzen demonstrieren kann.“ Das ist insbesondere bei Vorträgen von Vorteil, denn Junge kann so unmittelbar beweisen, was andere nur anhand älterer Messergebnisse darstellen.
Innovationspreis „Wärmepumpe“
Innovationspreis „Wärmepumpe“
Innovationspreis „Wärmepumpe“

Bernhard Junge - Qualität durch Kompetenz